Konzept

Vorwort

Was wäre das Leben ohne Musik? Musik begleitet uns auf unserem gesamten Lebensweg, von der Wiege bis zum Tod. Sie ist allgegenwärtig. Wir lassen uns von Musik wecken, summen ein Lied während wir unter der Dusche stehen, das Autoradio dudelt auf dem Weg zur Arbeit und auch hier findet sich meist irgendwo ein Radio. Wenn wir zum Einkaufen in den Supermarkt gehen, werden wir von Musik begleitet. Wenn wir traurig sind legen wir unsere Lieblings-CD ein und ergehen uns in Melancholie oder lassen uns wieder aufmuntern. Eine Party ohne Musik ist nur schwer vorstellbar. Musik gibt es bei jeder Gelegenheit. Musik bringt Menschen zusammen und verbindet.

Gerade in der Pubertät dient die Musik für Jugendliche als Ausdruck der Persönlichkeit und Mittel zur Identifikation, sei es beim Tanz o. Musikmachen oder auch „nur“ hören. Bekannte Musiker sind Vorbilder und Leitfigur. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt auf einer Bühne zu stehen – selber mal Star zu sein und bewundert zu werden. In diesem Zusammenhang gibt die Beschäftigung mit Musik, dem jungen Menschen Perspektiven und Ziele.

Darüber hinaus fördert der Umgang mit Musik die Persönlichkeitsentwicklung, steigert die Konzentrations- und Lernfähigkeit, hebt das Selbstwertgefühl und gibt dem Musizierenden ein Ausdrucksmittel zur Hand.

Obwohl die Musik so eine wichtige Rolle in unserem Leben spielt, wird sie in den öffentlichen Schulen meist doch eher stiefmütterlich behandelt. Der Musikunterricht beschränkt sich oft auf das Auswendiglernen von Biographien bekannter Komponisten aus vergangenen Jahrhunderten, deren Musik die Schüler überhaupt nicht kennen oder verstehen. Tonleitern, Intervalle und musikalische Fachbegriffe werden gepaukt, ohne das die Schüler, zumindest die, die kein Instrument spielen (und das sind die meisten) irgendeinen praktischen Bezug dazu hätten und ihnen der Sinn dessen was sie da lernen sollen verschlossen bleibt. Oftmals findet aber auch überhaupt kein Musikunterricht statt.